Aktuelles

Die Renaturierungsmaßnahmen an der Anger im Bereich der Heltorfer Schlossallee schreiten weiter voran.

Die Renaturierungsmaßnahmen an der Anger im Bereich der Heltorfer Schlossallee schreiten weiter voran. Fotoalbum
Im Rahmen des Gewässerschutzes entsteht eine landschaftstypische Auenlandschaft mit großzügigen Verlandungszonen, die als dynamische, ökologisch wertvolle Bereiche Wasser- und Landökosysteme verbinden. Dadurch wird sowohl die Biodiversität gefördert als auch die Stabilität und die Reinigung von Gewässern verbessert. In dieser Woche entdeckte Thomas van Lohuizen, ehrenamtlicher Mitarbeiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland, bei einer Begehung Spitzen großer verrotteter Pfähle, die bei den Arbeiten in Höhe von Haus Bilkrath aus dem Erdreich gezogen wurden. Die Denkmalbehörden waren darüber nicht informiert. Die Funde wurden weder eingemessen noch kartiert, was für eine genauere Datierung von Haus Bilkrath, das als "Pelichrade" erstmals 1332 urkundlich erwähnt wird, sehr wichtig gewesen wäre. Die Pfähle scheinen für eine Uferbefestigung überdimensioniert. Dazu Thomas van Lohuizen: "Möglicherweise handelt es sich bei ihnen um die Überreste eines Unterbaus (Substruktion) für ein frühes Gebäude im feuchten Untergrund der Anger wie sie vor Jahren auch bei Grabungen an der Kellnerei und der längst abgerissenen Winkelhauser Mühle entdeckt wurden." Vielleicht lässt sich noch eine dendrochronologische Untersuchung oder eine C14-Untersuchung zur Altersbestimmung der Fundstücke durchführen, um die Vermutung einer Substruktion des mittelalterlichen Gebäudes zu verifizieren.